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Pressemeldung – 02.04.2020

Sozialschutz-Paket

Corona-Update vom 02.04.2020: Das Sozialschutz-Paket wurde von der Bundesregierung geschnürt, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die Menschen in Zeiten der Corona-Krise abzumildern. Unter anderem soll der Zugang zur Grundsicherung nach dem SGB II vorübergehend erleichtert werden.

Sozialschutz-Paket

Die existenzsichernden Leistungen nach dem SGB II aus dem Sozialschutz-Paket sollen die Menschen schnell und unbürokratisch erreichen. Mit der Gesetzesänderung sollen insbesondere diejenigen finanzielle Hilfe erhalten, die aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 ihr Existenzminimum mit ihrem Einkommen nicht mehr selber sicherstellen können. Vom Sozialschutz-Paket können alle Erwerbstätigen profitieren, die während der Corona-Krise keine oder verringerte Einkünfte erzielen und andere (vorrangige) Hilfen nicht in Anspruch nehmen können, zum Beispiel:

  • Selbständige (Solo-Selbständige und Kleinunternehmer)
  • Arbeitnehmer*innen
  • Personen, die andere staatliche Leistungen erhalten, diese jedoch zum Lebensunterhalt nicht ausreichen (z.B. Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld 1 usw.)

Das sind die wichtigsten Änderungen:

  • Wenn Sie Leistungen nach dem SGB II in der Zeit vom 01.03.2020 bis 30.06.2020 beantragen (Neuantrag), können Sie Ihre Ersparnisse (Vermögen) in den ersten sechs Monaten behalten, wenn diese bestimmte Höchstgrenzen nicht überschreiten. Die Höchstgrenzen wurden vorübergehend erhöht.
  • Wenn Sie in der Zeit vom 01.03.2020 bis 30.06.2020 einen Neuantrag stellen, werden die Kosten für Ihre Miete und Heizung in den ersten sechs Monaten in tatsächlicher Höhe übernommen.
  • Wenn Sie bereits Leistungen bekommen und Ihr Bewilligungsabschnitt endet zwischen dem 31.03.2020 und 30.08.2020, verlängern wir die Bewilligung für Sie automatisch. Sie müssen keinen Antrag auf Weiterbewilligung einreichen.

Leistungsgewährung

Hinweise zu Neuanträgen

Wenn Sie einen neuen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellen möchten, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir melden uns umgehend (am gleichen, spätestens am nächsten Tag) bei Ihnen und besprechen mit Ihnen das weitere Verfahren. Sie müssen nicht mehr persönlich in die Geschäftsstelle zur Identifizierung kommen. Alle notwendigen Antragsunterlagen werden Ihnen per Post übersandt und es werden mit Ihnen zwei ausführliche telefonische Beratungen durchgeführt. Es ist wichtig, dass wir Sie unter den von Ihnen angegebenen Kontaktmöglichkeiten erreichen. Insbesondere sind die telefonischen Beratungstermine für eine zügige Antragsbearbeitung sehr wichtig und wir bitten Sie, diese zwingend einzuhalten.

Im Zuge des Sozialschutz-Pakets wurden auch die Antragsformulare vereinfacht. Bitte nutzen Sie nur die hier beschriebenen Möglichkeiten zur Antragstellung und Übersendung von Unterlagen. Der eService der Bundesagentur für Arbeit steht für Kunden*innen des Jobcenters Wuppertal nicht zur Verfügung.

Hinweise zur Weiterbewilligung der Leistungen

Wenn Ihr Bewilligungsabschnitt im Zeitraum 31.03.2020 bis 30.08.2020 endet, müssen Sie keinen Weiterbewilligungsantrag stellen. Ihr bisheriger Antrag gilt fort. Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid erhalten Sie wie gewohnt rechtzeitig.

Sollten sich allerdings Änderungen in Ihren persönlichen und/oder finanziellen Verhältnissen ergeben haben, teilen Sie uns diese bitte schnellstmöglich mit. Rufen Sie uns hierzu an oder schreiben Sie uns.

Hinweise zu Notfällen

Sollten Sie sich in einer unabweisbaren Notlage befinden, rufen Sie uns bitte an. Wir werden mit Ihnen gemeinsam eine Lösung finden. Gegebenenfalls wird auch eine kurze persönliche Vorsprache in der Geschäftsstelle ermöglicht.

Bitte bleiben Sie zu Hause!

Der Appell der Bundeskanzlerin ist eindringlich: „Die Lage ist ernst! Nehmen Sie es auch ernst! Bitte bleiben Sie zu Hause!“ Diesem Appell möchten wir uns als Jobcenter anschließen. Wir befinden uns in einer beispiellosen Ausnahmesituation. Bund und Länder haben sich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf eine umfassende Beschränkung sozialer Kontakte - außerhalb von zusammen lebenden Angehörigen - verständigt. Ansammlungen von mehr als 2 Personen sind grundsätzlich untersagt. Die Gesundheit von vielen tausenden Menschen ist gefährdet. Jede*r Einzelne, wir als Gesellschaft und jede Institution muss einen Beitrag dazu leisten, die Pandemie abzubremsen.

Das Jobcenter Wuppertal nimmt diese Verantwortung ernst und verändert seine Arbeitsweise und Abläufe dahingehend, dass Sie alles von zu Hause erledigen können. So bringen Sie sich und andere nicht in Gefahr, indem Sie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um unsere Geschäftsstellen aufzusuchen und haben keinen unnötigen Kontakt zu anderen.

Auch unsere Beschäftigten möchten wir schützen. Die meisten Jobcenter-Mitarbeiter*innen arbeiten von zu Hause aus und sind für Sie erreichbar. Denn auch wenn unsere Geschäftsstellen für den Publikumsverkehr seit dem 16. März geschlossen sind, unser Dienstbetrieb steht nicht still, wir haben ihn nur - der aktuellen Situation geschuldet – etwas angepasst, um Ihre und die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen zu schützen.

Die oberste Priorität hat für uns weiterhin die zuverlässige Auszahlung Ihrer SGB II-Leistungen!

Ihre Kontaktmöglichkeiten

E-Mail

Bitte reichen Sie alle Anträge, Nachweise oder Anschreiben möglichst per E-Mail ein. Nutzen Sie dafür bitte die Mail-Adresse der jeweiligen Geschäftsstelle (siehe unten) und nicht die Mail-Adresse Ihrer Ansprechperson. Im Krankheitsfall der Mitarbeiter*innen können diese Anliegen nicht bearbeitet werden. Sie können zum Beispiel mit Ihrem Handy ein Foto von den einzureichenden Nachweisen machen. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Dateien in guter und lesbarer Qualität versenden. Unsere elektronische Akte kann nur Dateien im PDF- und JPEG-Format verarbeiten. Um Verzögerung in der Bearbeitung zu vermeiden, reichen Sie bitte bevorzugt die genannten Datei-Formate ein. Hier finden Sie viele Anträge zum Download.

Hier finden Sie die E-Mail-Adresse und Service-Hotline Ihrer Geschäftsstelle

Post

Sie können uns selbstverständlich weiterhin die Unterlagen per Post übersenden oder persönlich in den Hausbriefkasten der jeweiligen Geschäftsstelle werfen. Allerdings bitten wir diesen Weg nur dann zu nutzen, wenn Ihnen das Einreichen der Unterlagen in digitaler Form, also per E-Mail, nicht möglich ist. Die Bearbeitung der Papierpost kann nicht so schnell  erfolgen wie die Bearbeitung der digitalen Post, da diese zunächst eingescannt werden muss. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Post nicht mehr persönlich entgegen nehmen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und dem Schutz unserer Beschäftigten vermeiden wir jeden nicht notwendigen persönlichen Kontakt.

Telefonischer Kontakt

Wir sind telefonisch für Sie da. Jede Beratung, die zuvor persönlich stattgefunden hat – egal ob in der Eingangszone, zur Abgabe eines Neuantrags oder zu Ihrer beruflichen Situation – wird vollwertig durch telefonische Beratungen ersetzt. Wir haben unsere telefonischen Erreichbarkeitszeiten und Kapazitäten für Sie erweitert. Sie erreichen uns zu üblichen Bürozeiten, das heißt montags bis mittwochs zwischen 8.30 und 16 Uhr. An Donnerstagen sind wir bis 17.30 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr für Sie telefonisch erreichbar.

Die Telefonnummern der für Sie zuständigen Ansprechpersonen finden Sie hier.

Wenn Sie uns wegen eines hohen Anrufaufkommens nicht direkt erreichen können, rufen wir Sie spätestens am nächsten Werktag zurück. Darauf können Sie sich verlassen.

Sie können auch unsere Hotline unter der Rufnummer 0202-747630 anrufen.

Berufliche Integration

In der aktuellen Situation finden keine persönlichen Beratungstermine zur beruflichen Integration und keine Gruppenveranstaltungen statt. Die meisten Termine wurden von uns abgesagt. Sollten Sie noch einen Termin im Jobcenter oder bei Trägern haben, müssen Sie diesen nicht wahrnehmen. Eine Terminabsage Ihrerseits ist nicht erforderlich.

Wenn Sie selbst einen Beratungsbedarf haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei allen Fragen rund um Arbeit und Ausbildung.

Maßnahmen und Arbeitsgelegenheiten

Aktuell finden keine arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Arbeitsgelegenheiten statt. Die Träger sind telefonisch für Sie erreichbar und beraten Sie bei Bedarf gerne telefonisch.

Hierdurch entstehen Ihnen keine Nachteile!

Eingliederungsvereinbarungen

Sollten Sie aktuell keine gültige Eingliederungsvereinbarung haben, machen sie sich hierüber bitte keine Sorgen. Eine gültige Eingliederungsvereinbarung ist keine Voraussetzung zur Zahlung von Grundsicherungsleistungen. Ihre Integrationsfachkraft setzt sich mit Ihnen in Verbindung, sobald eine neue Eingliederungsvereinbarung erforderlich ist.

Wir rufen Sie an!

In den nächsten Tagen nehmen wir telefonisch oder schriftlich Kontakt zu Ihnen auf.

Wir informieren Sie über die aktuelle Situation und gleichen Ihre Kontaktdaten ab. Das ist wichtig, damit wir Sie jederzeit kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informieren oder offene Fragen - auch in Bezug auf Ihre Geldleistungen von Jobcenter - klären können.

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